Bild @ Berlin Bullets

Wir fuhren nach Berlin

Es war mal wieder Zeit für ein Auswärtsspiel und am vergangenen Wochenende gastierten die Füchse bei den Bullets in der deutschen Hauptstadt. Es war keine Wolke am Himmel und das gute Wetter kombiniert mit der guten Laune von Spielern und Zuschauern beider Lager, machten den Tag zu einem perfekten Footballtag.
Beide Mannschaften begrüßten sich, es wurden Münzen geworfen und man knobelte aus, dass Berlin den Ball zuerst in Empfang nimmt.
Die Berliner Offense warf einen incomplete Pass, lief für 2 Yards und dann ging es richtig vorwärts. Der Quarterback sah den freien Mann auf der kurzen Slant-Route, die genau in ein großes Loch der Radebeuler Verteidigung führte. So wurden aus einem 3&8 ein 1&Goal an der Endzone der Füchse.
Weiter ging es mit einem Tosser über links für weitere 6 Yards kurz vor die Goalline. Von da aus war es nur noch ein Ballwurf bis in die Endzone und genau das machte Berlin auch. Das sah ziemlich mühelos aus.
Aber die Füchse hatten sich auch vorbereitet. Beim anschließenden Point after Touchdown (PAT) brachen mehrere Radebeuler durch die Field-Goal-Unit und hoben die Hände zum Block. Es sollte also nur 6-0 für den Gastgeber stehen.
Das Angriffsrecht wechselte nun und die Füchse durften eigene offensive Qualitäten beweisen. Man startete an der eigenen 35 und testete erst mal sein Laufspiel an. Der erste Lauf für 3 und der zweite sogar für 15 brachten gute Meter. Für die nächsten 20 Yards half Berlin sogar mit. Zwei Strafen brachten die Gäste in eine gute Position für Punkte. Allerdings vergab man mit einem Lauf für 2 und 2 unvollständigen Pässen die Chance auf den Ausgleich. Das Fieldgoal war aber gut und so konnte man immerhin auf 6-3 verkürzen.

Nach diesem ersten Geplänkel brauchten beide Teams erst einmal eine Verschnaufpause. Beide Offensiv-Abteilungen gingen mehrmals mit 3 and Out vom Feld.
Zu Beginn des zweiten Viertels hatte es die Radebeuler Offense besonders schwer. Erst eine Strafe von 5 Yards und dann ein QB Sack durch die Berliner #50 erforderten 21 Yards für ein neues 1st Down. Man entschied sich also folgerichtig im 4. Versuch für den Punt. Der Berliner Return wurde an der 45 Yard Line gestoppt. Schon im 2. Versuch war es dann wieder geschehen. Ein 10 Yards tiefer Wurf wurde gefangen und wieder schlichen sich Abstimmungsprobleme im Radebeuler Backfield ein. Das Tackle ging ins Leere und der Receiver konnte durchschlüpfen, um zum Touchdown zu laufen.
Auch im 2. PAT bewies das Special Teams der Füchse eine gute Vorbereitung. Dieser wurde erneut geblockt aber die Führung der Berliner war damit auf 12-3 ausgebaut.
Damit fielen in der ersten Halbzeit keine Punkte mehr aber es wurde dennoch schöner Football gezeigt. Radebeul stand an der eigenen 10-Yard-Linie und die Berliner #22 schlüpfte durch zum Quarterback-Sack. Der darauf folgende Fumble wurde von Berlin gesichert, der damit verbundene Return-to-Touchdown aber aufgrund einer Strafe für ungültig erklärt. Radebeul forderten Ihr Glück nicht zweimal heraus und nutzen das erste Play nach dieser kleinen Katastrophe, um sich den Ball direkt wieder zurück zu holen. Der Passversuch über die rechte Seite, wurde von #52 Linebacker Daniel John korrekt gelesen und abgefangen. Die Füchse kamen nun auch wieder vorwärts. Zum einen sollten ein Pass für 22 Yards und ein Lauf für 15 Yards helfen, zum anderen machten eine 10-Yards-Strafe und ein weiterer QB-Sack den Drive wieder zunichte.

Immer wieder wechselten sich beide Offenses ab. Aber die Defense beider Mannschaften hatten ihren Rhythmus gefunden, um weitere Offensiv-Aktionen weitestgehend zu unterbinden. Tatsächlich blieb die zweite Hälfte komplett punktelos, was den Halbzeitstand von 12-3 automatisch zum Endstand der Partie Berlin-Radebeul erklärte.
Während die Bullets in der Tabelle den Rückstand auf die Vorpommern Vandals verkürzen konnten, müssen die Füchse eine weitere Niederlage verkraften. Aber es heißt nicht umsonst: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Videos auswerten, Fehler erkennen und abstellen. Das Ziel für die Radebeuler Mannschaft ist klar und der Weg zum Sieg bekannt. Man hat sehr gute körperliche und taktische Voraussetzungen und kann auch immer wieder hervorragende Qualitäten zeigen. Wenn man jetzt noch etwas Konstanz in die Mannschaft bekommt, ist jeder Gegner schlagbar. Mit diesem Wissen wird man sich wieder auf dem Trainingsplatz treffen und beim nächsten Spiel sehen dann Fans und Spieler erneut ereignisreichen Football.

Wir sprechen unseren Berliner Gastgebern einen großen Dank für Gastfreundschaft, Fair Play und köstliche Verpflegung aus und richten unsere Augen auf den 1.9. und den nächsten Gegner: Vorpommern Vandals.